Freitag, 14. Dezember 2007
Alles psychisch oder was?
Ständig hören Patienten von Ärzten, Therapeuten und von ganz gewöhnlichen oder normalen (??)? Menschen ihre Beschwerden seien "psychisch". Ich kann das nicht mehr hören und es macht mich wütend. Diese Verachtung des Menschen und seines Leidens ist einfach unmenschlich. Das ist einer der Gründe, warum ich das Buch geschrieben habe, in dem viele vernünftige Infos zum Thema gesammelt sind. Und es ist ein grund, diesen BLOG zu eröffnen!
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1 Kommentare:
Gesprächen rund um's Depressionsbuch zeigen welche Mangelsituation Jahre nicht erkannt wurde und zu viel Leid führte.
Eine Bekannte wurde mit Psychopharmaka behandelt, von einer Therapeutin, die sie abwies, als unheilbar krank dargestellt... Ihr Problem war, sie konnte morgens nicht aufstehen, nicht studieren gehen, nicht normal den Haushalt führen etc. Als sie mit den Beschwerden Haarausfall und mangelnde Kraft zu einem Hausarzt ging, hat dieser ihr, obwohl ihre Blutwerte im unteren Normbereich waren, ein Schilddrüsenhormon gegeben. Seitdem ist sie nicht mehr nur noch "faul". Ich sprach sie auf ihre Körpertemperatur an, die bei zu wenig Schilddrüsenhormon meist unter 36,5 Grad liegt. Sie meinte, die Leute hätten sie immer komisch angeschaut, wenn sie meinte, sie hätte mit 37,5 Grad Fieber. Ihre normale Körpertemperatur wäre früher 36 Grad gewesen. Diese Feststellung hätte bei genaueren Nachfragen schon vor Jahren dazu führen können, ihr Schilddrüsenhormon zu verordnen. Stattdessen wurde alles auf psychisch geschoben mit den hoffnunglosten Diagnosen.
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