Freitag, 28. März 2008
Allein gelassen
Menschen erzählen mir, dass sie nach schweren Erkrankungen und sehr anstrengenden Behandlungen immer weiter in eine erschöpfte und depressive Phase abrutschen. das ist kein Wunder, denn jede Operation und jede chemische behandlung ist eine große Belastung für den gesamten Organismus. Das ändert sich auch nicht dadurch, dass diese Maßnahmen möglicherweise lebenserhaltend sind. Chemische Medikamente verzehren lebensnotwendige Stoffe enorm schnell und führen so zu einer starken körperlichen Erschöpfung. Wer schwer krank ist oder eine schwere Krankheit überlebt hat, ist von dem ganzen damit verundenen Stress auch schon erschöpft. Doch in unserer heutigen Gesellschaft werden erschöpfte Menshcen sehr allein gelassen. Man findet selten Verständnis für ständige Müdigkeit, Trauer und Verzweiflung, für Angst oder Antriebslosigkeit. Man bekommt dann von nahe stehenden Menschen auch nicht die Unterstützung, die man so dringend braucht. Das ist schade, denn mit verständnisvoller Zuwendung, guter Ernährung und einer langen Erholungsphase kann auch eine schwere Erschöpfung wieder überwunden werden. Es wäre schön, wenn mehr Menschen den Mut zu mehr Mitgefühl, Verständnis und Menschlichkeit hätten!
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